Heuer habe ich drei Sorten Tomaten im Garten angebaut:
Die Eier-Tomate DeBerao und die Strauch-Tomate Glacier unter freiem Himmel, sowie die Sorte Fantasia F1 im Tomatenhäusel.
Sie Slideshow zeigt die Entwicklung der Tomaten im Jahresverlauf:
Aufgrund des sehr starken Befalls mit Braunfäule in den letzten Jahren war oberste Maßgabe, heuer nur Braunfäule resistente Sorten anzubauen!
Wir haben dabei die beiden Sorten DeBerao und Glacier in Töpfen früh ins Freiland (ab Anfang Mai, mit Folienschutz) und die Sorte Fantasia im Gartenboden unter einem Folienhaus gepflanzt.
Wichtig insbesondere für die Tomaten in den fast zu kleinen 13 Liter Töpfen war eine gute Nährstoffversorgung. Bei häufigem Regen, wie heuer im Frühsommer, muss auch häufiger nachgedüngt werden!
Stand am Anfang eine Mehrnährstoff-Düngung mit etwas Stickstoff (z.B. Biodünger aus Vinasse – Trissol) im Vordergrund wurde diese später erfolgreich abgelöst durch stickstofffreien Patentkali, der vor allem Kalium und Magnesium liefert.
Die Strauchtomate Glacier
Am 22.03.11 haben wir die Tomate Glacier als ca. 10 cm hohe Pflanze auf der Gartenmesse in München gekauft. Die Glacier wächst strauchförmig und wird nicht höher als 100 – 120 cm. ein Ausgeizen ist nicht nötig. Günstig ist es 1-3 Haupttriebe an einen Stab anzubinden und ggf. später die zahlreichen Verzweigungen durch Hochbinden vor dem Abbrechen zu schützen.
Die Glacier brachte früh (ab Anfang Juni) kleine, aber sehr schmackhafte Tomaten. Sie ist Braunfäule resistent und hat lange im Freiland ausgehalten.
Aber ab 5. Juli zeigten sich erste Anzeichen von Braunfäule, am 13. Juli waren alle Pflanzen so stark befallen, dass ich die noch gesunden grünen und roten Tomaten abgeerntet und die Tomatenstöcke vernichtet habe.
Aus den grünen Tomaten habe ich ein leckerer Chutney gemacht.
Die Baumtomate DeBerao
Auch die Baumtomate DeBerao haben wir am 22.03.11 als schon ca. 20 cm hohe Pflanze auf der Gartenmesse in München gekauft.
Die DeBerao macht ihrem Beinamen alle Ehre: Sie hat bei uns jetzt ein Höhe von 2,70 m erreicht und trägt dabei bis oben hin Früchte. Rote Tomaten lieferte bei uns die DeBerao später als die Glacier – erst so ab Ende Juli.
Die zahlreichen Eierfrüchte der DeBerao sind nicht ganz so fruchtig wie die der Tomate Glacier, etwas mehlig aber trotzdem schmackhaft.
Die DeBerao zeigte früh und deutlicher als die Glacier Anzeichen von Nährstoffmangel – bedingt durch den kleinen Topf und dem häufigen Auswaschen der Nährstoffe durch den Regen. Dabei wurden die Blätter gelb (bei noch grünen Blattrippen) und vertrockneten. Dem konnte mit einer regelmäßigen Gabe von Patentkali erfolgreich entgegengewirkt werden
Wie die Glacier stand die DeBerao im Freiland, wenn auch an der nicht sehr geschützten Hauswand. Bezüglich der Braunfäule zeigt sie die Tomate DeBerao aber absolut resistent. Trotz des teils regenreichen Wetters wächst und gedeicht die DeBearo ohne Anzeichen von Braunfäule
Die Tomate Fantasia F1
Als einzige der drei Tomatensorten bekam sie im Tomatenhäusl den Luxus einer Überdachung. Auch die Fantasia F1 gilt als sehr widerstandsfähig gegen Braunfäule und in der Tat zeigt bis heute keine Krankheitssymptome (im Gegensatz zu früheren Tomaten im Tomatenhaus)
Die Fantasia F1 trägt reich und hat große Früchte. Der Geschmack ist in Ordnung, aber von den drei Tomatensorten überzeugt sie geschmacklich am wenigsten.
Vielleicht auch bedingt durch den späten Pflanztermin (Ende Mai) lieferte sie erst ab Ende August reife Tomaten.
Siehe auch:




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