Salat und Gemüse in der Erdmiete lagern

Letztes Jahr ist mir durch einen plötzlichen Kälteeinbruch mit starkem Frost mein Endivien angefroren. Mit dem Effekt, dass er später in wärmeren Tagen zu faulen begann. Deshalb hatte ich mir vorgenommen, heuer eine Erdmiete anzulegen.

Die Erdmiete ist eigentlich ein Frühbeet, das mir schon im April den ersten Salat und später die Paprika geliefert hat.
Jetzt im Herbst soll das Frühbeet nun eine Erdmiete werden, in der ich die Salate und ein paar Gemüse sicher vor dem Frost aufbewahren kann. Unser Keller ist dafür ungeeignet, er ist zu warm und trocken, da hält sich kein Obst, Gemüse oder Salat recht lang.

Umbau des Frühbeets zur Erdmiete

Im Zentrum des Frühbeets wurde die lockere Gartenerde bis zum Grund des Frühbeets (dort wo im nächsten Frühjahr wieder der Pferdemist für die Wärme eingestampft wird) auf die Seite geschoben. Das ergibt sich eine tiefe Grube, mit kleinen Erdwällen an den Seiten als Isolierung.

Man hätte jetzt gleich mit Stroh arbeiten können, ich habe mich jedoch entschieden, zuerst den Boden mit einer kleinen Palette (mit Löchern) und die Seiten mit Pressspanplatten (waren grad zur Hand) als Schutz gegen den Erdaushub auszulegen.

Einschichten von Salat und Gemüse

Zu unterst kam der Zuckerhut, der hält sich länger als der Endivien. Die Zuckerhut-Köpfe kamen in die Grube und wurden mit Stroh ummantelt.
Darauf legte ich ein altes Gartenflies als Trenner und schichtete nun den Endivien in die Erdmiete. In der Trichter förmigen Grube war nun noch etwas Platz für das Gemüse aus dem Garten wie Sellerie, Schwarzer Rettich, Hokaido und die grünen Tomaten, die später nach und nach im Haus rot werden sollen.

Zum Abschluss habe ich das Gartenvlies über den Endivien gelegt und alles mit Stroh bedeckt und ausgestopft.
Wichtig und fast hätt´ ich es vergessen zu erwähnen: Deckel drauf, damit das ganze nicht nass wird!

Gestern habe ich den ersten Endivien aus der Ermiete geholt – dem hätten die Fröste der letzten Tage nicht gefallen!

 

 

 

 

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