Buchrezension: Mit Samenbomben die Welt verändern

Mit Samenbomben die Welt verändern

Mit Samenbomben die Welt verändern - Josie Jeffery. 2012. 128 Seiten - 14,90 Euro im Ulmer Verlag.

Von den vielen Valentinsgrüßen in meinem doch schon fortgeschrittenem Leben ist dieser wohl der originellste:

Der Ulmer-Verlag schickte als „kleine Freude und Überraschung“ unter dem Motto „Bomben statt Blumen“ das Buch „Mit Samenbomben die Welt verändern“ samt einer schon fertigen Samenbombe.

Das Buch ist sehr schön aufgemacht in einem peppigen Layout in Recycling-Stil und bringt alles an Wissen mit, was ein künftiger „Guerilla-Gärtner“ zum Weltverbessern braucht.


Nach einer lesenswerten Vita der Autorin geht es gleich los mit den Samenbomben-Grundlagen. Die Herstellung ist einfach und schlüssig erklärt und es fehlen auch nicht geschichtliche Rückblicke sowie wichtige Hinweise zum verantwortungsbewußten Umgang.
Denn jede Samenbombe ist ein Eingriff in ein Ökosystem und  manchmal auch in ungeklärte Eigentumsverhältnisse. Für beides muss man wissen, was man tut.

Ein Pflanzenführer mit zahlreichen Pflanzenportraits und Samensteckbriefen liefert das nötige Knowhow, um eintönige Bahngleise und häßliche Urbanbrachen erblühen zu lassen. Ergänzt um Tipps und Tricks zur Samengewinnung und ein paar Standardrezepte für spezielle Saatgutmischungen wie zum Beispiel für die heilende oder farbenfrohe Samenbombe.

Auf der Webseite zum Buch unter www.samenbomben.ulmer.de sind weitere wertvolle Informationen zu finden. Daneben können auch die eigenen Aktivitäten auf der interktiven Mit-Mach-Karte markiert und Gleichgesinnte gefunden werden.

Btw: Über eine interessante Variante des Guerilla-Gardenings  berichtet der Blog nachhaltigleben: Schlaglöcher werden grün, oder was ist ein «Pothole-Garden»?

Also in bin schon durch die eine Samenbombe voll infiziert und freue mich auf einen „bombigen“ Sommer :-)

Mit Samenbomben die Welt verändern
Josie Jeffery 2012  im Ulmer Verlag
128 Seiten – 14,90 Euro

 

 

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