Früher Rhabarber und der erste Rhabarberkuchen

Gestern war es endlich soweit: der erste Rhabarber konnte geerntet und zur Krönung des Rhabarberdaseins veredelt werden: Rhabarberkuchen!

Ich habe den Rhabarber vor zwei Jahren geteilt, vereinzelt, mit Kompost gefüttert und heuer zum Verfrühen der Ernte zum ersten Mal den Winter über mit Stroh und Laub abgedeckt. Die Abdeckung muss natürlich entfernt werden, wenn die ersten Knospen sichtbar werden.

Neben dem Rhabarber, ganz am Rand habe ich noch ein paar Salatpflanzen gesetzt. Dann habe ich das Ganze mit einem mit einem Folientunnel abgedeckt. Der Rhabarber ist fast explodiert – bald schon musste ich den Tunnel entfernen – und auch der Salat hat sich gut entwickelt. Ist auch gut so, er steht ja im Wettlauf mit den großen Blättern des Rhabarber.

Rhabarber ist in süßen als auch in herzhaften Speisen ein Multitalent in der Küche. Er enthält eine Vielzahl an Vitaminen, kommt aus der Region und ist ein echtes Saisongemüse im April.

Wichtig bei der Ernte: die Rhabarberstangen nicht abschneiden sondern mit sanftem Zug herausziehen. Es sind die besten Teile der Rhabarberstange und ohne Schnitt kann auch der gute Saft nicht ausbluten. Wenn man den Rhabarber etwas lagern will, dürfen die Blätter nur knapp über dem Stängelende abgeschnitten werden (siehe Bild) – so trocknet er am oberen Ende bis zu Zubereitung nicht aus.

Beim Rhabarberkuchen gibt es natürlich eine Menge Varianten, ich mag ihn am liebsten als Blechkuchen aus Mürbteig mit viel Streusel oben drauf!

Kuchenrezept 1 – Rhabarber-Mürbteig:

Für Mürbteig:

  • 200g Mehl, 100g Butter, 50g Zucker, 1 Ei
  • zu einem Mürbteig verkneten und 2 Stunden kalt stellen
  • anschließend den Teig in einer runden Form ausrollen

Für den Belag:

  • Rhabarber in Stücke schneiden
  • den Teig damit belegen und nach Belieben mit Zucker bestreuen (Rhabarber ist schon sehr sauer .-)

Für die Streusel:

  • 125g Mehl, 75g Butter, 75g Mehl
  • Die geschmolzene Butter mit Zucker und gesiebten Mehl mischen und zu Streuseln verkrümeln
  • Streusel auf dem Kuchen verteilen

Das Ganze bei 180° – 200° ca. 30min backen.
Beim Biokoch Michael Tokarski findet ihr ein weiteres gutes Mürbteig-Rezept mit Videoanleitung.

Kuchenrezept 2: Rhabarber-Käsekuchen:

  • 800 g Rhabarber,
  • 750 g Magerquark, 250 g Butter, 250 g Zucker, 4 Eier, 1 Bio-Zitrone, 125 g Grieß,
  • 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver, Salz, 2 EL Zucker;
  • Für die Streusel: 100 g Butter, 150 g Mehl, 70 g Rohrzucker; Fett für die Fettpfanne
  • Rhabarber putzen und in Stücke schneiden.
    Dicke Rhabarberstangen ggf.. halbieren oder vierteln.
  • Die Fettpfanne des Backofens einfetten. Quark abtropfen lassen
  • Weiche Butter und Zucker schaumig rühren
  • Eier trennen, Zitronenschale abreiben
    Eigelb und 1 TL Zitronenschale unter die Butter-Zucker-Masse rühren.
  • Grieß, Backpulver und Puddingpulver mischen und in den Quark unterrühren.
  • Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen und unter die Quarkmasse heben.
  • Masse in die Fettpfanne geben und gleichmäßig glatt streichen.
  • Rhabarber darauf verteilen, leicht andrücken und mit Zucker bestreuen
  • Streusel wie in Rezept 1 herstellen und auf dem Rhabarber verteilen
  • Im Backofen 40-45 Minuten goldgelb backen

Was sind eure liebsten Rhabarberkuchen?
Schreibt sie in die Kommentare, gerne auch mit Rezept ;-)

 

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