Gartenplan 2015

Ich bin heuer etwas früh dran mit meiner Gartenplanung und ehrlich: wenn es nach mir ginge, könnte es morghen mit dem Winter vorbei sein …!
Zu spät darf es aber auch nicht sein, denn bei der Samenbestellung im Februar (ab da müssen die Tomaten etc. vorgezogen werden) muss ich schon wissen, was ich brauche.

Die Beete liegen in meinem Garten in etwas so, wie auf der Skizze, da steht auch noch ein Haus rum, aber das kann ich da jetzt nicht brauchen ,-)

gartenplan-lage-der-beeteAuf den einzelnen Beeten habe ich heuer wieder eine große Palette an Gemüsen und Salaten geplant. Immer auch mit Rücksicht auf den Gartenplan 2014, um die Fruchtfolge  mit Stark-, Mittel- und Schwachzehrer einzuhalten. Deswegen haben wir heuer auch nur ein kleines Kartoffelbeet (die kurzen Beete sind ca 2 m lang), auf den langen Beeten
A – C (4 m) kann ich sie erst einmal nicht mehr pflanzen.
Der Plan gilt vom Frühjahr bis zum Sommer

Gartenplan-2015Beet 9: Mais
Anfang Mai 3 Reihen Mais gesät, dazischen setze ich Rote Beete aus Pflänzchen, vorgezogene Lauchzwiebeln oder säe frühzeitig Speiserübchen. Bis der Mais die Fläche zuwächst, sind die längst geerntet.

Wege
Zischen den Trittplatten verschiedene Salate

Beet 8: Rosenkohl
Der wird frühzeitig im April gepflanzt und steht auf dem Beet bis in den Winter. Als Zwischenfrucht bis der Rosenkohl das Beet schließt eignen sich Kopf- und Pflücksalate, Kleinsalate wie Rukola, Gartenkresse und Asiasalat oder auch Radieschen und selbst gezogenen Lauchzwiebeln

Beet 7: Tomaten
Die Tomaten werden ab Februar auf der Fensterbank vorgezogen. Hier ziehe ich die Sorte „DeBerao“, die ist wirklich sehr widerstandsfähig gegen die Braunfäule. Zwischen die vorerst kleinen Tomatenpflanzen haben noch einige Kohlrabi Platz.
Letzte Jahr mit Erfolg getestet: Links und rechts je eine Reihe Gelbe Rüben. Die halten die leichte Beschattung durch die Tomaten aus.

Beet 6: Kohl
Kohl ist hier die Hauptfrucht, in den Reihen dazwischen aber auch zwischen den Kohlpflanzen haben wieder Salate und Kleinsalate vorübergehend Platz.

Beet 5: Kartoffeln
Bei den Kartoffeln ist keine Zwischenfrucht möglich.
Wir schwören auf die Frühkartoffel Annabelle

Beet 4: Gurken:
In der Beetmitte lasse ich Snackgurken ranken, Sorte „Green Fingers“.  Zischen den Gurkenpflanzen wird Dill geät. In der anderen Hauptreihe wachsen Steckrüben, Sorte „Helenor“ (super Wintergemüse, gut lagerbar). auch die Steckrüben belegen den Platz das ganze Jahr. auf der anderen Hauptreihe wächst Rettich der Sorte „Neptun“, der relativ resistent ist gegen die Rettichschwärze. Den Rettich ziehe ich auch im Zimmer vor, und zwar in den Papphülsen von Klopapiertollen.
Als Zwischenfrucht kommt Stielmus – eine Art Blattkohl – und Schittsalat auf´s Beet.

Beet 3: Sellerie
Auch der Sellerie steht das ganze Jahr am Beet und wird im Herbst für den Winter eingelagert. Als vorübergehende Zwischenfrucht zwischen den Selleriepflanzen pflanze ich Fenchel, zwischen den Reihen die üblichen Kleinsalate. Die dritte Hauptreihe belegt Mangold.

Beet 2: Tomate/Gurken
Als Tomaten pflanze ich hier die Kirschtomate „Philovita“, auch die ist sehr Braunfäule restistent. Auf den beiden anderen Hauptreihen kommen Gärtnergurken mit Pflanzen vom Markt, Auch da hat zwischen den Pflanzen und Reihen vorrübergehend wieder Kleinsalate und schnellwachsendes Gemüse wie Kohlrabi Platz.

Beet 1: Rhabarber
Der Rhabarber ist eine mehrjährige Staude und bleibt immer auf diesem Platz. Bevor er aber seine großen Blätter komplett ausgebreitet hat, kann man am Rand evtl. noch Kopf- und Pflücksalat pflanzen.

Beet A: Buschbohnen
Die Beete A – C dürfen wegen der Fruchtfolge heuer nicht mit Starkzehrern bepflanzt werden. Am besten wären nur Hülsenfrüchte – aber soviel können wir nicht davon brauchen – oder eine Brache für ein Jahr. Wir verzichten aber ungern auf eines der großen Beete und so probiere ich es mit einer Mischung aus Schwach- und Mittelzehrern. Auf Beet A ist es perfekt: Das ganze Beet mit den Schwachzehrer Bohnen, die Mittelzehrer als Zwischenfrüchte sind kein Problem. So wie der Knoblauch, der zwischen die Buschbohnen-Horste gesteckt wird. Die Hülsenfrüchte speichern auch den für das Wachstum wichtigen Stickstoff.

Beet B: Zuckerschoten/Gelbe Rüben
Hier sind nur die Zuckerschoten Schwachzehrer, die Gelben Rüben sind Mittelzehrer. Hier kommt dann nächstes Jahr das Bohnenbeet hin.

Beet C: Saubohnen/Pastinaken/Kräuter
Hier sind die Saubohnen – oder auch dicke Bohnen genannt – als Hülsenfrüchte die Schwachzehrer. Pastinaken sind Mittelzehrer, aber da sie den Boden tief durchdringen holen sie auch wieder Nährstoffe aus der Tiefe nach oben und zehren den Boden in der oberen Schicht nicht so aus. Ein Drittel des Beets ist den Gartenkräutern wie Petersilie und Schnittlauch vorbehalten. Auch die Gartenkräuter sind Mittelzehrer.

Frühbeet:
Ende Februar wird das Frühbeet ausgehoben. Dann kommt als unterste Schicht – mindestens 30 cm – Pferdemist, der ordentlich festgestampft und gewässert werden muss. Darauf kommt mindestens 20cm die ausgehobene Erde. Eine Woche soll sich das Ganz setzen und die Mikroorganismen das Arbeiten beginnen und Wärme erzeugen. Dann kann gepflanzt und gesät werden. Ab März werden dann Kopf- und Pflücksalat gepflanzt und der in Pappröhren vorgezogene Rettich. Das kistenförmige Frühbeet wird mit einem Fenster abgedeckt, so bleibt die Wärme für das Pflanzenwachstum erhalten. Bis Mai sind die Salate geerntet, das Fenster wird entfernt und Zucchini und Hokaido-Kürbis nehmen ihren Platz ein.
Das Kräuterbeet neben dem Frühbeet wird wegen des Fruchtwechsels (Petersilie mag immer andere Standorte) heuer  auf das Beet C verlegt.

Ostbeet:
Auf dem kleinen Beet am Ostrand des Gartens kommen Tomaten der Sorte „Fantasia“ hin, auch sehr widerstandsfähig gegen Braunfäule.

Mobiles Beet:
In Säcken und Töpfen werden Auberginen, Paprika und Chilis gepflanzt. Auch die sehr frühe Tomatensorte „Glacier“.

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