Wasser im Garten – wer steht da am Schlauch?

Das praktische Gardena Schlauchset

Mit dem neuen Schlauchset inkl. Zubehehör bin ich auch für Trockenperioden gerüstet. Der alte, gelbe Schlauch ist spröde und hat ausgedient.

„Der Tropfen auf den heißen Stein könnte der Anfang eines Landregens sein.“

Pflanzen brauchen Wasser, um wachsen und gedeihen zu können – das ist eine Binsenweisheit (btw: Binsen brauchen sehr viel Wasser!). Ob Gemüsepflanzen oder Gartenblumen – Wasser in der richtigen Menge und zur richtigen Zeit ist das A und O für Blütenpracht und üppige Gemüseernte. Aber wie gieße ich richtig?

Die richtige und Ressourcen schonende Nutzung von Wasser im Garten ist ein großes Thema mit vielen W-Fragen: Woher nehme ich das lebenswichtige Nass, wie viel braucht es für ein gutes Pflanzenwachstum, wann ist die beste Zeit zum Wässern und letztlich auch: womit bringe ich das Wasser an meine durstigen Pflanzen.

Die wichtigsten Gießregeln:

1. Woher kommt das Wasser?

Natürlich zu allererst vom Himmel! Ohne Regen geht nichts im Küchengarten und im Blumenbeet – ein warmer Landregen ist die beste Bewässerung. Aber oft – und in Zeiten des Klimawandels immer häufiger – gibt es lange Trockenphasen. Gut, wenn das Himmelswasser in Tonnen oder Zisternen gesammelt wurde. Das weiche Gießwasser freut die Pflanzen und schont den Geldbeutel. Denn jeder Kubikmeter kostet mit der Abwassergebühr doppelt! Und die ein bisschen Fitness- und Hanteltraining ist auch gleich dabei, wenn die Gießkannen mit 10 – 15 kg aus der sich zunehmend leerenden Tonne gehievt werden wollen ,-)

Aber das so wichtige Wasser steckt auch schon im Boden, und da soll es auch drin bleiben! Deswegen 1. hacken, 2. hacken und 3. … mulchen :-) Durch das Hacken werden die feinen Wasserleitungen im Boden oberflächlich gekappt – so kann das im Boden befindliche Wasser nicht an die Oberfläche und dort verdunsten. Diesen Verdunstungsschutz kann man durch Mulchen mit Rasenschnitt o.ä. noch verstärken.

Wasser steckt auch in der Pflanze! Durch sanfte Pflanzenerziehung brauchen Pflanzen weniger oft frisches Wasser. Wenn man sie etwas dursten lässt, bilden die Pflanzen ein besserers Wurzelwerk aus und strecken ihre Wurzeln regelrecht dem verfügbaren Wasser zu. Pflanzen mit gut ausgebildeten und regen Wurzeln benötigen dann auch an heißen Tagen deutlich weniger Wasser.

Liegt gut in der Hand: Gardena-Wasserschlauch mit Anschlussgerät

Liegen beide gut in der Hand: Gardena-Wasserschlauch mit Anschlussgerät

Regnet´s partout nicht und sind die Tonnen leer, kann man natürlich kann man auch mit dem Wasser aus dem Wasserhahn gießen. Kostet halt Geld und ist meist relativ kalt – das mögen die Pflanzen nicht so sehr. Wenn, dann ist aber auch ein Gartenschlauch hilfreich, Ich habe meinen alten, spröden Gartenschlauch samt defekter Düse jetzt in den Ruhestand geschickt (nicht weggeworfen, kann man gut zum Abstecken von gewundenen Beetränder und Gartenwegen verwenden) und mir einen neuen Gartenschlauch und Zubehör besorgt (Tipp: werkzeugstore24.de). Cool: der neue Gartenschlauch hat so Power-Grip-Streifen. Das Profil fühlt sich gut an, da rutscht nichts und Schlauch und Brause lassen sich dadurch griffig miteinander verbinden. Bei meinem Alten Schlauch habe ich schon manche unfreiwillige Dusche abbekommen! Auch Knicken, Verknoten oder Verdrehen des Schlauches gehören der Vergangenheit an. Das unterstützt auch das mitgelieferte Winkelhahnstück, das ein Knicken und Verdrehen des Schlauches am Wasserhahn verhindert. Warum wurde das erst jetzt erfunden !?

2. Wann und wie viel gießen ist richtig?

Die meisten Pflanzen mögen gleichmäßige Feuchtigkeit (aber keine stauende Nässe!). Leichte Trockenheit schadet nicht und regt eher wie oben erwähnt das Wurzelwachstum der Pflanzen an.
Grundsatz bei Gartengießen: Weniger oft und dafür durchdringend gießen!

Der beste Zeitpunkt dafür ist der frühe Morgen, im Sommer zwischen 6 – 7 Uhr. Der Garten ist über Nacht abgekühlt und es verdunstet nur sehr wenig von dem ausgebrachten Gießwasser als mittags unter der heißen Sonne: Kohlrabi und Tagetes können sich vor der Tageshitze noch einmal richtig mit Wasser vollpumpen. Außerdem kann es unter der prallen sonne zum Brennglaseffekt kommen: Die Wassertropfen wirken wie kleine Brenngläser und können so die Blätter regelrecht verbrennen.

Reicht der Regen nicht mehr, darf man beim Gartengießen mit dem Wasser nicht zu sparsam umgehen. Mindestens 30 Liter Wasser pro Quadratmeter  Beetfläche, das sind 2-3 Gießkannen voll, sollten es schon sein. Das Gießwasser langsam und sanft ausbringen, damit das Wasser optimal in die Erde eindringen kann. Übrigens: Die 10 Liter einer großen Gießkanne auf einen Quadratmeter  vergossen dringen gerade mal 10 cm in den Gartenboden ein.

Egal ob mit Gießkanne aus den Wassertonnen oder Gartenschlauch: Gießen entschleunigt und Garten und Gärtner/Gärtnerin profitieren von einem meditativen Herangehen. Gartengießen ist dann keine lästige pflicht mehr, sondern Kommunikation zwischen Boden, Zucchini und mir :-)

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