Karotten vorziehen – geht das?

Mein lehmiger Boden hat keine feine, krümelige Erde. Der mehr oder minder brockige Lehmboden eignet sich daher schlecht für so feine Saaten wir Gelbe Rüben. Trotzdem habe ich es versucht, sogar einige Keimlinge gesehen! Die wurden dann aber schnell wieder von den Schnecken verputzt.

Im Gartencenter habe ich heuer im Frühjahr was Neues gesehen: Gelbe Rüben in ca. 7cm langen Vorziehtöpfchen. Ich habe mit Rettiche vorziehen schon sehr gute Erfahrungen gemacht (in Klopapierrollen). Also dachte ich mir: mal versuchen.

Sichtbar war aber schon, dass die wohl übrig geblieben sind und schon über das optimale Alter und die Größe hinaus. Ich habe sie trotzdem mitgenommen und noch in den kalten Apriltagen eingepflanzt: großzügiges Loch aufmachen, die langen Wurzeln vorsichtig einsetzen und festdrücken. In den nächsten Tagen und Wochen ließen sie ihr attraktives Laub mehr und mehr hängen (Kälte?) und glaubte schon, da wird gar nix draus. Aber dann zeigten sich erste neue Blättchen.

Ab einem gewissen Zeitpunkt sind sie dann kräftig gewachsen – zumindest was das Laub angeht. Gestern habe ich sie geerntet, es ist Zeit und sie drücken auf die daneben gepflanzten Kohlrabi.

Nicht unerwartet zeigte sich dann das Bild ober in der Bildergalerie. Ein bisschen war ich schon enttäuscht, und überlegte, ob ich mir wegen dem Fuddelkram zum Putzen weiter Arbeit mache. Meine Frau hat aber ihr Veto eingelegt und so habe ich das Laub abgeschnitten und die verwinkelten Möhrchen geputzt – was gar nicht so aufwändig war.

Jetzt stehen sie am Tisch und alle sind begeistert: Richtig kleine Snack-Gelbe-Rüben zum schnell mal hinlangen, und die auch noch super schmecken.

Ich habe mir die Pflanzkästen mit den langen Töpfchen aufgehoben und  werde es nächste Jahr selbst probieren und in einem viel früheren Stadium auspflanzen. Besser wäre natürlich säen – aber mal schauen …

 

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2 Kommentare zu Karotten vorziehen – geht das?

  1. W. Bönisch sagt:

    Lag es an der Sorte, am Boden oder am Klima?

  2. Gartlerpoet sagt:

    Lehmiger Boden wie bei mir ist immer ungünstig. Zumal er – auch nach einer leichten, oberflächlichen – Bodenbearbeitung alles andere als krümelig ist. Das ist dann zum Säen des feines Samens ganz ungünstig. Deswegen habe ich gedacht, man nimmt einmal vorgezogene Karottenpflanzen. Beim Pflanzen kriegt man aber das feine Würzelchen nicht ohne Probleme in den Boden, meist werden sie umgeknickt –> Hakel-Krakel Karotten :-) Auch hier wie bei den Teltower Rübchen: die mögen keinen Umzug!

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