Kartoffelanbau im Prinzessinnengarten – Projektbericht 2016

Sack-Kartoffeln nach dem Vorbild des Prinzessinnengarten am 27.07.2011

Sack-Kartoffeln ala Prinzessinnengarten

Bennar Markus, seines Zeichens M. Sc. der Pflanzenbauwissenschaften, ist im Berliner Prinzessinnengarten seit 2010 unter anderem verantwortlich für den Kartoffelanbau.

Zum siebten Mal in Folge ließ er 2016 auf der alten Brache in recycelten Polypropylen-Säcken einen Kartoffelacker entstehen. 2016 wurden in insgesamt 191 Säcken neunzehn verschiedene Kartoffelsorten angebaut, zum zweiten Mal infolge auch die eigene Prinzessinengarten-Kartoffelsorte, gezüchtet durch Asa Sonjadotter und Matthias Wilkens.

Um auf einer kleinen Fläche einen möglichst hohen Ertrag zu erzielen, entwickelte Bennar Markus mit anderen passend zum mobilen Garten den transportablen Kartoffelsack – abgeleitet von der Kartoffeltonne. Hierzu wurden Polypropylen-Säcke (PP-Säcke) verwendet, die Luft- und Wasser durchlässig sind. Diese kann man gut herunterkrempeln, so dass die Pflanzen, im Gegensatz zur Kartoffeltonne, auch im Anfangsstadium genügend Licht bekommen. Verwendet werden alte Malzsäcke aus Brauereien. Sie sind dort ein Abfallprodukt und zudem Sonnenlicht beständig.

Alljährlich dokumentiert der Pflanzenbau-Wissenschaftler im Prinzessinnengarten akribisch verwendete Sorten und Erdmischungen, Witterung und biologische Maßnahmen gegen die Braunfäule. Erfasst werden Keimrate und -geschwindigkeit der Kartoffelsorten und natürlich ihr Ertrag im Jahr 2016.

Für den Hobbygärtner auch interessant ist die graphische Anleitung zum Kartoffelanbau in Säcken.

Daneben findet sich eine kurze Geschichte des Prinzessinnengartens und seine Ziele und Konzepte.

Download:

Links:

Dieser Beitrag wurde unter Gartenliteratur, Gartenplanung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.