Manchmal ist es der Zufall und die kleinen Dinge, um Erinnerungen wachzurufen. So erging es mir kürzlich im Gartencenter:
Zwischen all den modernen Erdbeersorten blitzte plötzlich ein vertrauter Name auf – Senga Sengana. Diese Sorte hatte mein Vater in den 1970er Jahren für unseren Garten entdeckt, damals noch eine echte Innovation unter den Erdbeeren.
Als Kind faszinierte mich allein der exotisch klingende Name – Senga Sengana, das klang wie ein Zauberspruch aus einer fernen Welt, nach einer mächtigen afrikanischen Königin der Erdbeeren, nach fremden Ländern, Abenteuer …
Natürlich musste ich sofort einen halben Einkaufswagen voll mitnehmen … ;-)
Inhaltsverzeichnis
Herkunft, Geschichte und Eigenschaften der Senga Sengana

Die Senga Sengana hat eine lange Tradition: Sie wurde um 1954 von dem deutschen Züchter Reinhold von Sengbusch in Ahrensburg bei Hamburg entwickelt. Ziel war eine besonders robuste, aromatische und ertragreiche Erdbeere für Hausgärten und den Erwerbsanbau.
Der Name setzt sich aus „Senga“ (vom Nachnamen Sengbusch) und „Sengana“ (einer Zuchtlinie) zusammen – ein kleiner Verweis auf die Wurzeln dieser berühmten Sorte. Im Gegensatz zu meinen kindlichen Träumen doch etwas ernüchternd :)
Eigenschaften der Erdbeersorte Senga Sengana
- Früchte: Mittelgroß bis groß, dunkelrot und glänzend.
- Aroma: Intensiv süß, sehr vollmundig – perfekt zum Genießen für Frischverzehr, Marmeladen oder zum Einfrieren.
- Erntezeit: Mittelfrüh bis mittellate Saison, meist von Ende Juni bis Anfang Juli.
- Wuchs: Flach, bildet viele Ausläufer – ideal zur Vermehrung.
- Standort: Sonnig bis halbschattig; bevorzugt humusreichen, gut durchlässigen Boden.
- Robustheit: Hohe Widerstandsfähigkeit gegen viele typische Erdbeerkrankheiten.
Wer einmal eine echte Senga Sengana probiert hat, weiß: Diese Sorte ist mehr als nur eine Erdbeere – sie ist ein kleines Stück gelebter Gartentradition. Was macht sie so besonders?
| Eigenschaften | Beschreibung |
|---|---|
| Unvergleichliches Aroma | Intensiv süß, fruchtig und vollmundig – der Geschmack, den viele moderne Sorten vermissen lassen. |
| Robustheit | Widerstandsfähig gegen Krankheiten wie Mehltau und Wurzelfäule – ideal auch für Anfänger. |
| Anpassungsfähig | Liebt die Sonne, gedeiht aber auch im Halbschatten zuverlässig. |
| Einfache Vermehrung | Bildet viele Ausläufer – perfekt, um den Garten Jahr für Jahr mit neuen Pflanzen zu bereichern. |
| Tradition und Geschichte | Eine bewährte Sorte aus den 1950ern, die bis heute Liebhaber und Genießer begeistert. |
Jetzt pflanzen – für die süßen Momente im Sommer

Jetzt im Frühjahr ist genau die richtige Zeit, um Senga Sengana zu pflanzen! Die Erde sollte locker und nährstoffreich sein. Nach dem Pflanzen gut angießen und in den kommenden Wochen gleichmäßig feucht halten – Staunässe vermeiden.
Ich freue mich schon auf den Sommer, wenn die ersten dunkelroten Früchte zwischen dem Blattgrün aufleuchten – und mit jedem Bissen die süßen Erinnerungen an frühere Zeiten zurückkehren.
Praxistipp: Mulch schützt und fördert das Wachstum
Eine dünne Schicht aus Stroh oder Rasenschnitt um die Pflanzen hält den Boden feucht, verhindert Unkrautwuchs und sorgt dafür, dass die Früchte sauber bleiben. Außerdem lieben Erdbeeren eine Gabe organischen Düngers im Frühjahr – zum Beispiel reifen Kompost oder speziellen Beerendünger.
- Siehe auch: Thema Mulchen im Regenwurm-Steckbrief
im Gartenblog
Sommer im Glas: Erdbeermarmelade mit der Senga Sengana
Einfach und lecker
- Gläser und Deckel
- Marmeladentrichter
- 1,5 kg Erdbeeren (gewaschen)
- 500 g Gelierzucker 3:1
- 1 Stk. Bio-Zitrone
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Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft vermischen und mindestens eine Stunde ziehen lassen.
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Die Mischung aufkochen und etwa 3–4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Noch heiß in sterile Gläser füllen, sofort verschließen und auf den Kopf stellen, damit ein Vakuum entsteht.
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Tipp 1: Wer es besonders fein mag, püriert die Früchte vorher leicht – wer es nostalgisch „wie bei Oma“ will, lässt sie etwas stückig.
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Tipp 2: Gläser auf den Kopf stellen – Hilfreich oder Urbaner Mythos? Dazu hat „Steffi kocht ein“ ein interessantes und aussagekräftiges Video gemacht
- Benutze einen Marmeladen-Trichter!
Ein Marmeladentrichter erleichtert ein kleckerfreies und das sichere Einfüllen der heißen Fruchtmasse ungemein!
- Einfrieren: So bleibt die Marmelade fruchtig rot
Auch lichtgeschützt im Keller verändert sich die schöne rote Farbe der Erdbeermarmelade im Laufe des Jahres und wird bräunlich. Wir frieren unsere Marmeladengläschen ein – so bleibt das frische fruchtige Rot auch ohne unliebsame Zusatzstoffe bis zum Verzehr erhalten! Das machen wir übrigens auch mit unserem Pesto :)



Auf die Idee wäre ich auch noch nicht gekommen, Marmelade einzufrieren! Echt genial!
viele Grüße von
Margit
Danke – oder ist das ironisch? :)
Schönen Abend noch
Johann