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Baiser-Johannisbeerkuchen – Rezept für den Kuchentraum!

Seitenansicht des Anschnitts eines Kuchenstücks
Baiser-Johannisbeerkuchen - sehr süß, ein wenig sauer - und extrem lecker

Nun ist das Jahr ja schon vorangeschritten und Garten und Küche haben uns mit allem möglichen Kuchen und Süßspeisen verwöhnt: Rhabarberkuchen, Erdbeerkuchen, Kirsch-Clafoutis (Rezept im Gartenblog), Himbeertraum – die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen. Aber die Krönung all dieser Sommerkuchen und mein persönlicher Favorit ist und bleibt der Baiser-Johannisbeerkuchen. Für mich ist er die höchste Vollendung einer Johannisbeere.

Rezept für Baiser-Johannisbeerkuchen

Johannisbeerkuchen mit Baiser und roten Johannisbeeren auf Gartentisch im Sonnenlicht.
Baiser-Johannisbeerkuchen mit frischen roten und weißen Johannisbeeren. Foto © Johann Seidl, Freisinger Gartenblog

Es ist diese unvergleichliche Verbindung von fruchtiger Säure und crispiger Süße. Die Johannisbeeren bringen Frische, Tiefe und Spannung, der Baiser sorgt für Süße, Leichtigkeit und ein zartes Knacken beim ersten Biss.

Das Rezept für den Baiser-Johannisbeerkuchen ist dabei erfreulich unkompliziert und zudem schnell zubereitet. Perfekt also, wenn einen spontan die Backwut und der Süßhunger packen.

Für eine Rundform Ø 26–28 cm

Zutaten für den Teig:

  • 210 g Mehl
  • 120 g Butter
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 2 Eigelb

Die Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Den Teig auf einen halben Zentimeter Dicke ausrollen, in die gefettete Form legen und einen kleinen Rand formen.

Anschließend 10 bis 15 Minuten auf 180 °C (Stufe drei bis vier) auf der mittleren Schiene hell backen.

Stück Johannisbeerkuchen mit Baiserhaube auf einem Teller serviert.
Ein Stück Johannisbeerkuchen mit knuspriger Baiserhaube. Foto © Johann Seidl, Freisinger Gartenblog

In der Zwischenzeit:

Die Johannisbeeren von den Rispen zupfen. Das geht mit einer Gabel einfach und schnell. Blätter, Stiele und unbrauchbare Beeren herauslesen. Ein paar Stiele mit Beeren und einem kleinen Blatt zum Garnieren beiseitelegen. Nach dem Waschen sollte man die Johannisbeeren sehr gut abtropfen lassen.

Für die Baiser-Masse:

  • 2 Eiweiß
  • 200 g Puderzucker
  • 300 g Johannisbeeren

2 Eiweiß und 200 g Puderzucker steif schlagen und 300 g Johannisbeeren unterheben. Die Masse auf dem gebackenen Kuchenboden verteilen und bei 180 weiterbacken, bis der Baiser leicht gebräunt ist (circa weitere 15 Minuten auf der oberen Schiene).

Auch schwarze, rote und gelbe Johannisbeeren schmecken im Kuchen

Schüssel mit verschiedenen Johannisbeer-Sorten für Baiser-Johannisbeerkuchen
Aber auch die Weltmeister-Johannisbeeren schwarz, rot und gelb schmecken im Kuchen

Aber auch die “Weltmeister” Johannisbeeren – schwarz, rot und gelb ;) – schmecken im Kuchen hervorragend. Die roten liefern die klassische Frische, die schwarzen bringen eine herbe Tiefe, die gelben sind milder und fast schon süß. Gemeinsam ergeben sie ein besonders feines Aromenspiel und ein wunderschönes Farbmotiv im fertigen Kuchen.

 

Warum dieser Kuchen so besonders ist

Der Reiz des Baiser-Johannisbeerkuchens liegt im perfekten Kontrast: Unten der mürbe, buttrige Boden, darüber die saftige, säuerliche Fruchtschicht, oben die süße, luftige Baiserhaube. Der erste Biss ist knusprig, dann folgt sofort die Fruchtigkeit der Johannisbeeren – genau in dieser Abfolge entfaltet sich der besondere Charakter dieses Kuchens.

Und er ist ein echtes Gartengebäck: Wer Johannisbeeren im Garten hat, kennt die Erntemengen. Ein einzelner Strauch liefert oft genug Beeren für mehrere Kuchen – und dieser ist immer ein willkommener Abnehmer.

Was ist eigentlich Baiser?

Baiser ist eine gebackene Zucker-Eischnee-Mischung. Das Schaumgebäck wird auch Meringue genannt. Nach der Legende wurde es um 1600 von einem italienischen Zuckerbäcker erfunden. Die Meringue hat sich rasch verbreitet und bald den französischen König Ludwig XV. und die englische Königin begeistert. Entzückt soll sie auf Französisch ausgerufen haben: „Oh, das ist wie ein Kuss“ – französisch baiser für Kuss.

In der Küche steht Baiser heute für Leichtigkeit, Süße, Knusprigkeit – und genau das bringt es auch auf diesen Johannisbeerkuchen.

Servieren & Variationen

Der Baiser-Johannisbeerkuchen schmeckt am besten leicht abgekühlt. Ein Klecks ungesüßter Sahne oder etwas Naturjoghurt passen hervorragend dazu. Wer möchte, kann auch einen Teil der Johannisbeeren durch Himbeeren ersetzen oder die Baiser-Masse mit Vanille verfeinern.
Ob klassisch rot, elegant schwarz oder sonnig gelb – der Baiser-Johannisbeerkuchen ist für mich der Inbegriff des Sommers.
Ein Kuchen, der Garten, Sonne und Genuss miteinander verbindet.

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