Schwefelporling-Rezept: Mit diesem einfachen Schritt-für-Schritt-Rezept zeige ich dir, wie du den gelben Baumpilz (Laetiporus sulphureus) sicher erntest, richtig zubereitest und genießen kannst – mit Bildern direkt aus meiner Küche. Wenn dich außerdem die Kultivierung von Speisepilzen interessiert, findest du hier meine Anleitung zur Pilzzucht im Keller mit Austernpilzen und Champignons.
Inhaltsverzeichnis
Ist der Schwefelporling überhaupt essbar?

Mit seiner leuchtend gelb-orangen Farbe gehört der Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) zu den auffälligsten heimischen Baumpilzen und fällt sofort ins Auge. Kein Wunder, dass oft die Frage aufkommt: Kann man diesen gelben Baumpilz wirklich essen?
Die Antwort lautet Ja – unter bestimmten Bedingungen: Roh ist der Schwefelporling nicht bekömmlich und kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Er sollte ausschließlich im jungen Stadium geerntet und immer gekocht oder gebraten verzehrt werden. Junge Exemplare besitzen zartes, saftiges Fleisch und ein mildes Aroma – ältere Fruchtkörper werden dagegen zäh, korkig und schwer verdaulich.
Ernte-Tipp: Nur junge Fruchtkörper ernten, bei denen sich der Rand noch leicht eindrücken lässt.
Der Schwefelporling eignet sich hervorragend für Suppen, Eintöpfe, Pfannengerichte und als Fleischersatz in vegetarischen und veganen Rezepten. Im englischsprachigen Raum ist er als „Chicken of the Woods“ bekannt, da sein gegartes Fleisch in Textur und Geschmack an Huhn erinnert.
Er ist reich an Proteinen, Ballaststoffen sowie Mineralstoffen wie Kalium, Eisen und Zink. Dennoch verträgt nicht jeder diesen Pilz: Menschen mit Pilzallergien oder bei Einnahme bestimmter Medikamente sollten vor dem Verzehr ärztlichen Rat einholen. Auch gesunde Personen können empfindlich reagieren – gründliches Erhitzen macht ihn bekömmlicher.
Grundregel beim Pilzesammeln und Sicherheitstipps:
Nur ernten, was zweifelsfrei bestimmt ist. Es gibt Pilze, die dem Schwefelporling ähneln und giftig sind. Diese sogenannten Doppelgänger (z. B. Laetiporus huroniensis, L. gilbertsonii) sind als Pilze schwer unterscheidbar, verursachen häufiger Beschwerden. Eine gute Unterscheidungsmöglichkeit bietet der Wirtsbaum: Ungeniesbare Doppelgänger wachsen bevorzugt auf Nadelbäumen oder Eukalyptus, der klassische Schwefelporling auf einheimischen Laubbäumen.
- Vor der eigentlichen Zubereitung den Pilz 10 Minuten in Wasser vorkochen und das Kochwasser anschließend abgießen. Das reduziert mögliche Unverträglichkeiten und macht das Fleisch zarter
- Pilze, die auf giftigen Wirtsbäumen wie Eibe wachsen, sollten generell nicht gegessen werden, da sie Giftstoffe aufnehmen können
Schwefelporling Rezept mit Bildergalerie
In meinem Artikel zum Schwefelporling an der Zwetschge habe ich bereits gezeigt, dass dieser Baumpilz nicht nur ein markanter Baumbewohner, sondern auch ein schmackhafter Speisepilz sein kann. Jetzt, Mitte Juni, ist der Schwefelporling an meiner Zwetschge im Garten erntereif: Innerhalb von nur zwei Wochen wuchs aus einem kleinen gelben Knopf ein 30 × 15 cm großer und rund 2 kg schwerer Fruchtkörper – und kommt nun in die Pfanne.
Zutaten (für 2 Personen)
- 500 g junger Schwefelporling (Laetiporus sulphureus), frisch geerntet
- 1 kleine Zwiebel
- 1 EL Pflanzenöl oder Butter
- 1 EL gehackte Petersilie
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- optional: ein Spritzer Zitronensaft
Zubereitung
- Vorbereitung: Schwefelporling gründlich putzen, grobe Schmutzstellen oder harte Teile entfernen.
- Vorkochen: Pilzstücke in leicht gesalzenem Wasser 10 Minuten blanchieren, dann abgießen.
- Anbraten: Zwiebel fein würfeln und im Öl oder in Butter glasig dünsten.
- Pilz zugeben: Vorgekochte Schwefelporling-Stücke hinzufügen und bei mittlerer Hitze 5–7 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.
- Abschmecken: Mit Salz, Pfeffer und optional Zitronensaft würzen.
- Servieren: Mit gehackter Petersilie bestreuen und sofort genießen.
Im Folgenden zeige ich in einer Bildergalerie die Ernte und Zubereitung mit einem Schwefelporling Rezept für eine Pilzpfanne.
Tipps & Variationen
- Als Fleischersatz: Schwefelporling passt gut in vegetarische Geschnetzelte oder Wokgerichte.
- Mit Sahnesauce: Nach dem Anbraten mit etwas Sahne oder Crème fraîche verfeinern.
- Einlegen: Vorgekochte Pilzstücke in Essig-Öl-Marinade ziehen lassen – als würzige Beilage.
- Einfrieren: Vorgekocht und gut abgetropft lässt sich der Pilz portionsweise einfrieren.
Medizinische Wirkung des Schwefelporlings
In der Volksmedizin wird der Schwefelporling traditionell zur Unterstützung bei verschiedenen Beschwerden genutzt. Er enthält antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide sowie Betulin, das für seine entzündungshemmenden und antimikrobiellen Eigenschaften bekannt ist. Einige Inhaltsstoffe werden zudem in der modernen Phytotherapie erforscht – insbesondere im Zusammenhang mit entzündungsbedingten Erkrankungen.
Hinweis: Diese möglichen Wirkungen sind wissenschaftlich noch nicht abschließend belegt und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Andere Seiten über den Schwefelporling in der Küche
- Schwefelporling erkennen – gelber Baumpilz bestimmen und sicher genießen
Infos zum Baumpilz an meinem Zwetschgenbaum - Der Schwefelporling und was daraus gemacht werden kann (viele Rezepte)
- Schwefelporling – vegetarisches Schnitzel
- Nuggets vom „Hühnchen des Waldes“ (Pilzforum.eu)
- Happy Frikassee – veganes „Hühnerfrikassee“ mit Chicken of the Woods (Video)


Ich habe ihn wie die Krause Glucke 25-30 Min gekocht.
Den grosseren Teil Portionsgerecht eingefroren. (
Kühltruhe vorher auf Super, Teile auseinander auf ein Backblech (Silikonmatte drunter)
Nach 1-2h rausholen und Portionsweise abpacken.
Soll ca 6 Monate halten.
super, hört sich nach einem Plan an!
Je nachdem an welchem Baum er wächst kann er sogar giftig sein. (z.B. Eibe)
Es fehlt beim Schwefelporling der Hinweis,
dass er vor der Zubereitung 10 Minuten gekocht werden sollte.
MfG