Im Winter braucht man auf Salate und Gemüse aus dem Garten nicht zu verzichten.
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Wintergemüse aus Beet und Keller
Auch im Winter stammt Gemüse aus dem eigenen Garten entweder direkt aus dem Beet oder aus dem kühlen Lager. Beides ergänzt sich sinnvoll und ermöglicht eine erstaunlich vielfältige Winterernte.
Wurzel- und Knollengemüse wird im Herbst geerntet und kühl, dunkel und frostfrei gelagert. So steht es über Monate hinweg als frische Zutat für die Winterküche zur Verfügung. Daneben gibt es Kulturen, die ausgesprochen frosthart sind oder langsam weiterwachsen und den ganzen Winter über draußen stehen. Sie können bei Bedarf frisch geerntet werden – oft sogar aromatischer nach den ersten Frösten.
| Frisch aus dem Beet | Aus dem Kellerlager |
|---|---|
| Grünkohl | Steckrüben |
| Braunkohl | Knollensellerie |
| Butterkohl | Pastinaken |
| Feldsalat | Rote Bete |
| Zuckerhut (bei milden Wintern) | Kürbis |
| Pastinaken (bis tief in den Winter) | Winterrettich |
Gerade diese Kombination aus frosthartem Wintergemüse im Beet und lagerfähigem Gemüse aus dem Keller macht das Gärtnern auch in der kalten Jahreszeit lohnend – und zeigt, dass die Selbstversorgung nicht mit dem ersten Frost endet.
Rezept: Wintergemüse mit Kichererbsen
Ein einfaches, sättigendes Gericht, das lagerfähiges Wintergemüse mit Eiweiß aus Hülsenfrüchten verbindet und zeigt, wie sich die Winterernte aus dem eigenen Garten mit wenigen Zutaten zu einer vollwertigen, alltagstauglichen Mahlzeit kombinieren lässt.
Das Gericht lässt sich gut variieren – etwa mit etwas Olivenöl, Kräutern oder einem Spritzer Zitronensaft.
Zutaten
- 250 g getrocknete Kichererbsen
- 1 kleine Steckrübe
- 1 Stück Knollensellerie
- 1–2 Pastinaken
- Salz, Pfeffer
- Muskatnuss (optional)
Zubereitung
- Die Kichererbsen am Vorabend in reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen und die Kichererbsen in frischem Wasser weich kochen.
- Steckrübe, Sellerie und Pastinaken schälen, in gleichmäßige Würfel schneiden und mit wenig Wasser bissfest garen.
- Zum Schluss das gegarte Gemüse unter die Kichererbsen heben und alles mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack etwas Muskatnuss abschmecken.
Rezept: Blattkohl im Winter
Während Wurzelgemüse aus dem Keller kommt, liefert der Garten selbst im Winter noch frische Blätter. Besonders zuverlässig sind Grün- und Braunkohl.
Grünkohl ist leuchtend grün, Braunkohl dagegen ungekocht eher lilagrün bis violett. Beim Kochen verlieren beide ihre kräftigen Farben und werden grünlich-braun. In der Küche gibt es kaum Unterschiede – in Bremen werden viele Sorten schlicht als Braunkohl bezeichnet.
Ich koche heute meinen Braunkohl „Rote Palme“, eine beeindruckende Sorte mit palmenartigem Wuchs, die bis zu 1,5 m hoch werden kann. Grün- und Braunkohl sind ausgesprochen winterhart, überstehen Frost problemlos und können den ganzen Winter über frisch geerntet werden.
Ernte und Vorbereitung
Beim Blattkohl werden ausschließlich die Blätter geerntet. Für die Küche streift man das Blattwerk von den groben Blattrippen ab und hackt es anschließend grob mit dem Messer.
Zubereitung
Eine fein gehackte Zwiebel in Butter anschwitzen. Im klassischen Bremer Rezept wird Schweineschmalz verwendet – hier bleibt es bewusst vegetarisch.
Den gewaschenen und gehackten Kohl zugeben, etwas Wasser angießen und alles im Dampfkochtopf erhitzen. Sobald das Ventil oben ist, den Kohl noch etwa 10 Minuten kochen, dann die Hitze ausschalten und den Topf langsam abkühlen lassen.
Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und klassisch zu gekochten Kartoffeln servieren.
Bildergalerie Blattkohl im Winter
Alle Bilder © Johann Seidl, Freisinger Gartenblog


